Im neunzehnten Jahrhundert wurde die Wasserpfeife in Europa oft als Bild gelesen. Neben Lampen, Teppichen und niedrigen Tischen stand sie für ein erfundenes Morgenland, das in Tapeten, Stoffen und Möbeln weiterlebte.
Musterbücher übersetzen Gegenstände in Flächen, Linien und wiederholbare Zeichen.
Die Bildwelt entstand aus Reiseberichten, Ausstellungen und Malerei. Ihr Gegenstand war weniger eine Gebrauchsanweisung als eine Komposition aus Glas, Metall, Textil und Licht. Die historische Vorlage dazu liefert die Geschichte des erfundenen Morgenlands.
Vom Gegenstand zur Fläche
Ein Ornament muss wiederholbar sein. Deshalb werden Henkel, Kuppeln, Rosetten und geflochtene Bänder vereinfacht, bis sie als Bordüre oder Tapetenfeld funktionieren. Das Handwerk hinter den Metallmustern zeigt die Kupfergasse im Basar.
Glas als Farbträger
Farbe kam nicht nur aus Textilien. Bleiglas, Emaille und Mosaik ließen Licht als Muster in den Raum treten. Wie daraus Lampen wurden, beschreibt der Beitrag über Mosaiklampen.